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Was ist Pro Ana

Pro-Ana (von pro: für und Anorexia nervosa: Magersucht) und Pro-MiaBulimia nervosa: Ess-Brechsucht) sind Bewegungen von Mager- beziehungsweise Ess-Brechsüchtigen im Internet. Zu der darüber hinaus gehenden Charakterisierung gibt es mehrere Ansichten. Roxanne Kirkwood definiert Pro-Ana als eine Bewegung, die Magersucht als Wahl und Lebensstil statt als eine Krankheit ansieht, wobei sie aber bemerkt, dass die Bewegung diesen Standpunkt nicht aktiv anderen Personen nahelegt. Nick Fox et al. sprechen hingegen von einer Bewegung, deren Anhänger eine Heilung ablehnen („anti-recovery“. Mark L. Norris et al. nennen Pro-Ana eine Internetbewegung, die Anorexia nervosa als vorteilhaft darstellt. (

Überblick

Die Anhänger von Pro-Ana, fast ausschließlich junge Frauen, tauschen sich über spezielle Pro-Ana-Websites aus. Sie stellen dort die Magersucht bildhaft als extremes Schlankheitsideal dar, dem sie sich mit radikalen Maßnahmen nähern, um letztendlich Zufriedenheit mit sich und ihrem Aussehen zu erreichen. Die Magersucht erhält dabei den Anklang einer Art der Selbstverwirklichung, der Souveränität und der Macht über den eigenen Körper, die gegen eine feindselige Umwelt verteidigt werden muss. Die Assoziation von „Ana“ mit dem Namen „Anna“ ist gewollt und steht für eine idealisierte Personifikation der Magersucht. Sie kommt insbesondere im „Brief von Ana“ zum Ausdruck, der sich auf den Webseiten der Bewegung als ein zentrales Manifest findet.

Eine Studie von Mark L. Norris et al. hat die Inhalte von zwölf Pro-Ana-Webseiten untersucht. Demnach enthielten sieben davon einen vorgeschalteten Hinweis (Disclaimer). Dieser forderte Personen ohne Essstörung auf, die Seite zu verlassen, enthielt die Angabe, dass es sich um ein Seite handelt, die die Pro-Ana-Bewegung unterstützt oder enthielt eine Aufforderung an Minderjährige, die Seite nicht zu betreten. Zentraler Bestandteil der Hälfe der Webseiten waren geschützte Webforen, in denen sich angemeldete und von einem Moderator zugelassene Besucher gegenseitig dazu animieren, weiter an Gewicht zu verlieren. Die Webseiten selbst beinhalteten Bilder und Zitate, die als Trigger bezeichnet werden und die weiter zur impulsiven Verminderung des Gewichts bewegen sollen. Die Bilder, auch Thinspirations genannt, waren in allen bis auf einen der Fälle zu finden und zeigten Prominente (diese sind häufig mit Bildbearbeitungsprogrammen auf ein abgemagertes Aussehen retuschiert), Menschen im fortgeschrittenen Stadium der Magersucht, aber auch als Negativbeispiele fettleibige Menschen. Daneben fanden sich bei acht der Seiten „Zehn Gebote“, Anleitungen zur Gewichtsreduktion, zur Ablenkung vom Essen und dem Gedanken daran, oder ein Rechner zur Ermittlung des Body-Mass-Index. Dazu kamen auf neun von den Seiten Gedichte und Kurzgeschichten und auf fünf der Seiten allgemeine Informationen zu Essstörungen und Links zu verschiedenen Institutionen oder anderen Pro-Ana-Seiten. Nur eine der untersuchten Seiten bezeichnete Anorexia nervosa als Wahl eines Lebensstils („lifestyle choice“, während fast die Hälfte der Seiten-Betreiber diese als Mittel zur Unterstützung von Menschen mit Essstörungen sahen.

Nach der Darstellung von Sandra Keller, einer magersüchtigen Studentin, die von ZEIT online zu ihrer Sicht befragt wurde, sind sich die Pro-Ana-Anhänger bewusst, dass Magersucht eine lebensbedrohliche Krankheit ist. Die meisten von ihnen haben nach ihrem Eindruck bereits eine Therapie gemacht. Sie glaubt, dass die Betroffenen deshalb an Pro-Ana teilnehmen, weil sie vor der Magersucht resigniert und die Hoffnung auf eine Heilung aufgegeben haben. Elisabeth Bader und Barbara Novak von der Österreichischen Gesellschaft für Essstörungen sehen die Situation weitaus kritischer, sie glauben, dass Pro-Ana-Anhänger „[die Anorexie] oftmals gar nicht als Krankheit anerkennen und sich der Begleiterscheinungen und Folgekrankheiten nicht bewusst sind.“

Pro-Mia entpricht, abgesehen vom Bezug auf Bulimie, dem Wesen nach Pro-Ana. Die Anhänger beider Bewegungen schlagen trotz ihres starken Internetbezugs auf ihren Webseiten auch Armbänder als Erkennungssymbole vor, in Rot für Anhänger von Pro-Ana, in Lila für Pro-Mia. Darauf aufbauend hat sich eine Farb- und Form-Symbolik entwickelt. Blau soll für Selbstverletzendes Verhalten (SVV, „Ritzen“ stehen, Schwarz für Depressionen, Grün für die Teilnahme an einer Therapie, Weiß für selbst auferlegtes Fasten und Hungern, Rosa bzw. Pink für die DSM-IV-TR-Kategorie der „Eating disorder not otherwise specified“ (ED-NOS). Die Libelle stellt bildhaft den verzerrten Blick bezüglich Körperbau-Ästhetik dar, die Daunenfeder bezüglich Gewicht.

Reaktionen

Die Existenz der Bewegung hat in den Medien und insbesondere bei Organisationen, die sich mit Essstörungen auseinandersetzen, mehrfach verstörte bis warnende Reaktionen ausgelöst. Elisabeth Bader und Barbara Novak von der Österreichischen Gesellschaft für Essstörungen sehen Pro-Ana als „eine Verherrlichung der Magersucht bis hin zur fanatischen Hingabe an diese.“ Georg Ernst Jacoby, Chefarzt an der Klinik am Korso, eine Fachklinik, die auf Essstörungen spezialisiert ist, warnt vor Pro-Ana-Webseiten und vertritt den Standpunkt, dass sie sehr gefährlich sind, weil sie in seinen Augen nicht nur Magersüchtige weiter in die Krankheit hineinziehen, sondern weil dadurch seiner Ansicht nach auch Gesunde zur Magersucht verführt werden könnten. Nach seiner Auffassung sollten diese Webseiten analog zur Zigarettenwerbung verboten werden. Er sieht außerdem durch Pro-Ana den Konsens in Gefahr, dass Magersucht eine gefährliche Krankheit ist. Die Academy for Eating Disorders, die nach eigenen Angaben der weltweit größte Berufsverband von Personen ist, die sich mit Essstörungen beschäftigen, weist neben den schwerwiegenden körperlichen Konsequenzen insbesondere darauf hin, dass es eines der Diagnosekriterien der Magersucht ist, dass die Betroffenen sie verleugnen oder nicht ernst nehmen. Sie geht davon aus, dass die Pro-Ana-Webseiten dies verstärken können und fordert eine nachhaltige Behandlung von Essstörungen.

Julie Hepworth, die eine kontrovers diskutierte Studie über die Teilnahme an Pro-Ana-Webseiten erstellt hat, glaubt, dass die Ängste übertrieben sind. Bei den über einen Zeitraum von sechs Wochen hinweg untersuchten Webseiten hatten sich nach ihrer Interpretation die Teilnehmer nicht in ihrem Verhalten gegenseitig weiter angeheizt, sondern sich durch den sozialen Kontakt eine emotionale Stütze gegeben, die ihnen half, ihre Probleme besser in den Griff zu bekommen. Sie hat in ihrer Studie auch festgestellt, dass die Webseiten nicht so sehr von Magersüchtigen genutzt wurden, sondern eher von Frauen, die lediglich Informationen zum Abnehmen suchten.

Karen Dias nimmt explizit eine von der herrschenden Interpretation von Pro-Ana abweichende Sicht ein. Sie sieht die Gefahren der Magersucht als solche, stellt aber fest, dass die konventionelle Thearapie schlechte Erfolgsraten hat. Dias betont, dass von Essstörungen betroffene Frauen auf Pro-Ana- oder Pro-Mia-Webseiten und Foren einen Ort der Zuflucht finden können, an dem sie der beständigen Kontrolle und Steuerung durch ihre Umgebung entzogen sind, wo sie die Definitionshoheit über ihr Erleben haben. Die Tatsache, dass bestimmte Webseiten vom Netz genommen werden, an anderer Stelle aber ähnlich wieder auftauchen, zeige wie sehr die Betroffenen einen Ort suchen, wo „Geschichten über ihren Körper erzählt“ werden können. Hier könnten sie Dinge sagen, die sie (noch) nicht ihrer Familie oder einem Therapeuten sagen können. Die typische Isolation der Essgestörten könne so durchbrochen werden. Das Ausformulieren von Gedanken zum Thema Anorexie könne es der Betroffenen erleichtern, sich von diesen Gedanken letztlich zu distanzieren. Schließlich interpretiert Dias Pro-Ana als subversiv und diskutiert, ob sie Teil einer „dritten Welle des Feminismus“ sein könnten.

Abgrenzung

Weiter als Pro-Ana und Pro-Mia geht die Antipsychiatrie, eine Bewegung, deren Anhänger jegliche Einordnung in die medizinische Kategorie der psychischen Störung ablehnen, darunter auch Essstörungen. Sie vertritt stattdessen den Standpunkt, dass solche Einordnungen lediglich eine gesellschaftliche Konstruktion darstellen.

Nach der Beschreibung der Betreiberin der Webseite pure ana, die selbst magersüchtig ist, werden die Bezeichnungen „Magersucht“ und „Ana“ in der Pro-Ana-Bewegung als unterschiedliche Begriffe für zwei Blickwinkel verstanden, für die Krankheit und für ihr Verständnis als Lebensstil. Für sie sind diese jedoch „im Grunde genommen ein und dasselbe Phänomen“. Weil das Verständnis der Magersucht als Lebensstil eine mangelnde Krankheitseinsicht darstellt, glaubt sie, dass es selbst Teil der Krankheit ist, wobei sie auf die Übereinstimmungen mit den Diagnosekriterien hinweist.

23.4.07 15:44, kommentieren

Anorekia Nervosa

Die Anorexia nervosa, auch Anorexia mentalis oder Magersucht genannt, ist eine psychische Störung aus dem Bereich der seelisch bedingten Essstörungen.

Definition

Das Klassifikationssystem DSM-IV nennt folgende Bedingungen für die Anorexia nervosa:

  • Niedriges Körpergewicht, weniger als 85 % des zu erwartenden Gewichts
  • Große Angst vor Gewichtszunahme
  • Strikte Kontrolle der Nahrungsaufnahme
  • Körperschemastörung:
    • Übertriebener Einfluss des Gewichts auf die Selbstwertung
    • Krankheitsverleugnung
  • (nur bei Frauen) sekundäre Amenorrhö

Nach DSM-IV existieren zwei Unterkategorien der Anorexia Nervosa:

1. Anorexia nervosa vom restriktiver Typus: Sie zeichnet sich durch bloßes Verzichten auf Nahrung bzw. besonders hochkalorischer Nahrung aus.

2. Anorexia nervosa vom Purging Typus: Durch kompensatorische Verhaltensweisen, wie selbstinduziertes Erbrechen, Abführmittel oder Entwässerungsmittel wird der Kalorienaufnahme entgegengewirkt. Dabei ist ein deutlicher Gewichtsverlust zu beobachten.

Der Terminus „Anorexia nervosa“ ist in seinen Wortbestandteilen dem Griechischen und Lateinischen entlehnt und bedeutet „nervlich bedingte Appetitlosigkeit“. Menschen mit dieser Erkrankung hungern genau so wie andere Menschen auch, nur versuchen sie ihren Hunger vollkommen unter Kontrolle zu bringen, so dass sie nur noch so wenig wie möglich essen müssen und bald das Gefühl für Hunger verlieren; bzw. lassen sie das Gefühl von Hunger nicht mehr zu. Magersucht ist durch einen absichtlich selbst herbeigeführten Gewichtsverlust gekennzeichnet. Am häufigsten ist diese Essstörung bei heranwachsenden Mädchen und jungen Frauen zwischen elf und 40 Jahren, sie tritt aber auch bei Männern auf. Von den Patienten der Pubertätsmagersucht sind etwa 5% Jungen. In letzter Zeit nehmen auch Berichte über die Zunahme von Anorexia-nervosa-Erkrankungen bei Frauen über 40 Jahren und Männern ab dem 19. Lebensjahr zu.

Die Anorexia nervosa beginnt meist mit dem Wunsch, schlank zu sein oder zu werden, und einer Diät, um dies zu erreichen. Wird der Schlankheitswunsch zu stark, kann die Diät außer Kontrolle geraten. Im Zentrum der Störung steht dabei das verzerrte Körperbild der erkrankten Menschen, das dazu führt, dass sie ihren Körperumfang selbst bei extremer Gewichtsabnahme immer noch als aufgequollen und viel zu dick wahrnehmen.

Die Magersucht bleibt bei Freunden und Verwandten oft lange unbemerkt, anfangs wird sie vielleicht von ihnen durch positive Äußerungen sogar verstärkt. Zur Erkennung der Magersucht ist der Body Mass Index besser geeignet als der Brocaindex. Der Austausch von Zahlenangaben zum eigenen Gewicht zwischen betroffenen Menschen ist aber generell mit Vorsicht zu handhaben. Leicht kann das zu schädlichem Konkurrenzdenken führen. Deshalb sind Gewichtsangaben und Indizes in Selbsthilfegruppen tabu.

Die Patientin verstrickt sich auf psychischer Ebene in zahlreiche Paradoxien: „Die anorektische Frau lehnt das Essen ab und beschäftigt sich doch mehr damit als die meisten Gourmets. [..] Sie lehnt ihren Körper ab, konzentriert sich jedoch in all ihrem Denken und Handeln auf ihn. [..] Sie will selbstständig und unabhängig sein, verhält sich jedoch so, dass ihre Interaktionspartner sie nahezu zwangsläufig kontrollieren“ (Franke 2003).

Gründe [Bearbeiten]

Über die genauen Gründe, die zu einer Magersucht führen, ist sich die Forschung noch nicht hundert Prozent im Klaren. Es gilt aber als sicher, dass mehrere Faktoren zusammenwirken müssen, damit sich die Krankheit entwickelt (biopsychosoziales Krankheitsmodell). Ausgelöst wird die Anorexia nervosa häufig durch ein belastendes Ereignis oder nach einer Diät.

Der Hauptgrund für Magersucht ist heute laut der Mehrzahl der Therapeuten in der Familie zu suchen. In den meisten Fällen handelt es sich um eine gutsituierte Bürgerfamilie. Sie stellt sich selbst gern als absolut „intakt“ dar, die Meinung von Außenstehenden hat höchste Priorität – insbesondere im Bezug auf den Patienten. Sind Jugendliche betroffen, kann oft ein erhöhter Leistungsdruck von Seiten der Eltern festgestellt werden. Sollte dieses Bemühen enttäuscht werden, wird dies in vielen Fällen nicht mit offensichtlichen Strafen geahndet, sondern mit dem Vorwurf des enttäuschten Vertrauens in das Kind. Das Bild der „eiserne[n] Faust im seidenen Handschuh“ vermittelt dies eindrucksvoll. Beachtung sollte zudem die „Vermaschung“ finden. Gemeint ist damit die Inbesitznahme des Lebens des Patienten bzw. der Patientin durch die Eltern sowie das Fehlen jeglicher Privatsphäre. Natürlich gibt es trotzdem nicht die anorektische Familie.

Das aktuell vorherrschende, soziokulturell bedingte Schlankheitsideal und die Einstellung, dass das Aussehen des eigenen Körpers eine fundamentale Bedeutung für den eigenen Selbstwert sowie Erfolg in sozialen Beziehungen und im Beruf hat, wirkt als Grund verstärkend, aber nicht ursächlich (Franke 2003).

Magersucht kann auch Begleiterscheinung von Depressionen oder selbstverletzendem Verhalten sein, oder aber selbst von diesen Störungen begleitet sein. Des Weiteren neigen Patientinnen mit Anorexia nervosa zu zwanghaftem Verhalten bzw. Perfektionismus in allen Lebensbereichen.

Für die Patientin ist die Magersucht in erster Linie ein Sich-wehren gegen Fremdbestimmung. Die Kontrolle über den eigenen Körper (z.B. über Kalorien-Zählen) ist das einzige, was noch bleibt, da alle anderen Lebensbereiche fremdbestimmt werden. Die Magersucht ist fast immer nur ein Symptom eines tiefer liegenden psychischen (und sozialen) Problems, das behandelt werden muss. Eine Symptomtherapie (wie z.B. mit Pharmazeutika) ist niemals ausreichend.

Folgen [Bearbeiten]

Wird Magersucht nicht auf geeignete Weise behandelt, kann sie schwerwiegende körperliche Schäden verursachen oder sogar das Leben der Betroffenen gefährden. Patienten mit Anorexia nervosa magern stark ab, der Stoffwechsel wird verlangsamt, es treten erhebliche Mangelerscheinungen auf, Hautschäden können auftreten, die Knochen entkalken (Gefahr der Osteoporose), die Organe werden nicht mehr richtig mit Nährstoffen versorgt, die Fingernägel und Haare werden brüchig und Schwächeanfälle können auftreten. Liegt chronisches Erbrechen vor (Purging Typus), wird die Speiseröhre sowie der Zahnschmelz durch den ständigen Säurekontakt stark in Mitleidenschaft gezogen.

Bei Frauen Verzögerung oder gar Ausbleiben der PubertätsentwicklungPeriode(außer die Frau nimmt die Anti-Baby-Pille)- bei Männern Impotenz- sowie im Extremfall der Tod durch Versagen lebenswichtiger Organe. Personen, die an Magersucht erkrankt sind, kapseln sich auch sehr häufig von ihrem Umfeld bzw. Freundeskreis ab, daher ist es schwer für Außenstehende an die betroffenen Personen "heranzukommen" oder ihr Verhalten zu verstehen. (Wachstumsstopp), fehlende Brustentwicklung, Ausbleiben der

Behandlung [Bearbeiten]

Die Therapie umfasst neben einer Stabilisierung des Essverhaltens in der Regel eine psychotherapeutische Betreuung. Bei kritischem Untergewicht (bei einem BMI von 13 und weniger besteht akute Lebensgefahr) ist eine stationäre Behandlung in einem Krankenhaus mit einer parenteralen Ernährung notwendig, es kommt jedoch auch vor, dass der Patient über einen venösen Zugang mit Nährstoffen/Elektrolyten versorgt wird. Diese Zwangsmaßnahme ist zur Lebenserhaltung ein wichtiges Mittel, ist ohne weiterführende psychotherapeutische Behandlung jedoch nicht dauerhaft wirksam.

Oft werden systemisch-familientherapeutische Behandlungen empfohlen, die problematische Interaktionen in der Familie der Betroffenen für die Störung als Auslöser und als aufrechterhaltender Faktor als ursächlich ansehen. In diesem Kontext erscheint der anorektische Patient als Symptomträger einer Familie und ist demnach nicht alleine behandlungsbedürftig. Ebenfalls kommen psychoanalytische Behandlungsansätze zum Einsatz. Diese sollen unbewusste Konflikte, die zur Entstehung des Symptoms geführt haben, bewusst machen und so eine weitere Reifung der Persönlichkeit ermöglichen.

Auch kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlungen werden oft angewandt, die zum Ziel haben, die verzerrte Körperwahrnehmung der Patienten zu beeinflussen, die Einstellungen zum Essen zu verbessern und Wege für eine bessere Konfliktbewältigung sowie soziale Kompetenzen zu vermitteln.

Psychopharmakologische Therapien zeigten bisher aufgrund der fehlenden Krankheitseinsicht und der daraus resultierenden mangelnden Bereitschaft, an einer Therapie mitzuwirken (Compliance), keine positiven Effekte. Eventuell führen auch die Nebenwirkungen vieler Psychopharmaka, die oft mit Gewichtszunahme verbunden sind, zu einer mangelnden Compliance.

Differentialdiagnose [Bearbeiten]

Zunächst ist die Anorexia nervosa von dem Symptom Anorexie abzugrenzen, das bei verschiedenen Erkrankungen auftreten kann.

Dann muss die Anorexia nervosa vor allem von anderen EssstörungenBulimia nervosa von besonderer Bedeutung. Im Gegensatz zu bulimischen Patienten weisen Anorektiker beider Subtypen einen erheblichen, manchmal lebensbedrohlichen Gewichtsverlust auf, auch wenn die Anorexia nervosa vom Purging-Typus ähnliche Verhaltensweisen beinhaltet. unterschieden werden. Hierbei ist die

Die genaue Abgrenzung verschiedener Essstörungen voneinander ist nur im therapeutischen Kontext, im Rahmen einer aktuellen Therapie und deren momentaner Ziele sinnvoll, da oft beobachtet wird, dass Patienten während ihrer Entwicklung verschiedene Formen aufweisen. Oft findet man in der Vorgeschichte von Bulimikern eine Episode von Anorexia nervosa. Manchmal kommt es auch vor, dass Personen, die unter Adipositas litten, eine Anorexia nervosa oder Bulimie entwickeln oder umgekehrt.

Affektive Störungen wie Depressionen oder bipolare Störungen können auch zu erheblicher Gewichtsreduktion führen. Die Betroffenen weisen jedoch keine verzerrte Körperwahrnehmung auf.

Physiologische Störungen können ebenso zu Gewichtsverlust führen, beispielsweise ein Hirntumor oder Stoffwechselerkrankungen wie die Hyperthyreose.

23.4.07 15:45, kommentieren

Anas Brief


Erlaubt mir mich selbst vorzustellen. Meine Name , oder wie mich die Ärzte nennen ist Anorexia.
Anorexia Nervosa ist mein voller Name ,aber du kannst mich Ana nennen. Hoffentlich werden wir gute
Freunde. In der nächsten Zeit werde ich viel Zeit in dich investieren und ich erwarte genau das selbe
von dir. In der Vergangenheit hast du all deine Lehrer und deine Eltern über dich reden hörn.
Du bist so *reif* ,so *intelligent*, gibst immer alles und in dir steckt so viel Potential.
Und wohin hat es dich gebracht,muss ich dich fragen?! Nirgendwohin! Du bist nicht perfekt,
du strengst dich nicht genug an und darüber hinaus verschwendest du deine Zeit mit dem Quatschen mit Freunden
und dem zeichnen! Dieser Luxus wird dir in Zukunft nicht gestattet sein. Deine Freunde verstehen dich nicht.
Die sind nicht ehrlich. Früher ,als die Unsicherheit an dir genagt hat und du sie gefragt hast "Sehe ich...fett aus?" und
sie antworteten "Oh nein,natürlich nicht!" wusstest du dass sie lügen. Nur ICH sage dir die Wahrheit. Deine Eltern... lass uns nicht davon reden!!
Du weisst dass sie dich lieben und auf dich achten , aber sie sind deine Eltern und deshalb müßen sie so handeln. Ich erzähl dir jetzt
mal ein Geheimnis : tief in deren Inneren sind sie enttäuscht von dir.Aus ihrer tochter ist ein fettes, faules Mädchen geworden,dass all das was es hat
nicht verdient hat. Aber ich bin gerade dabei das zu ändern.
Ich erwarte viel von dir. Du darfst nicht mehr viel essen. Ich fange langsam an:
Reduzierung der Fettaufnahme, lesen der Nährwertangaben , kein Junk Food mehr und so weiter.
Für ne weile werden die Aufgaben recht simpel sein:
ein bischen joggen, vielleicht ein paar Crunches und SitUps. Nichts besonderes. Vielleicht ein paar Pfunde verlieren,
Nehme ein bischen Fett von deinem Bauch. Aber es wird nicht lange dauern, da werd ich dir sagen dass
das nicht genug ist. Ich werde von dir erwarten die Kalorienzufuhr zu verringern und gleichzeitig Übungen zu machen. Ich werde
dich an deine Grenzen treiben. Du musst es ertragen, weil du dich mir nicht widersetzen kannst.
Ich fange an, mich bei dir einzunisten.Schon bald werde ich immer bei dir sein.
Ich bin da,wenn du morgends aufwachst und zur Waage rennst.Die Zahlen werden beides-Freund und Feind und mit rasenden gedanken betest du dass sie niedriger sind als gestern Morgen.
Du siehst mit Entsetzen in den Spiegel. Du kneifst dir in das Fett,das da ist und lächelst,wenn du dir über die Knochen streichst.
Ich bin da, wenn du deinen Tagesplan gestaltest: 400kcal,2 Stunden Sport. Ich bin diejenige,die ihn entwirft.
Denn spätestens jetzt sind meine und deine Gedanken Eins!Ich folge dir den ganzen Tag hindurch.In der Schule,wenn es dir an Konzentration fehlt werde ich dir was zum nachdenken geben:
Zähle die Kalorien für den Tag nach. Es ist zuviel. Ich fülle deinen kopf mit Gedanken übers Essen,kalorien,Gewicht und Dinge,über die Nachzudenken sicher ist.
Denn jetzt bin ich bereits in dir drinne!Ich bin in deinem Kopf,deinem Herzen und deiner Seele.
Die Schmerzen des Hungers,die du vorgibst zu spüren,bin eigentlich ich!
Ziemlich bald werde ich dir nicht nur sagen,was du mit Essen machen sollst,sondern auch was du die GANZE Zeit über machen sollst. Lächel und nicke.
Zeige dich von deiner guten Seite.Schlage auf diesen fetten Bauch,verdammt,Gott bist du eine fette Kuh!! Wenn es Zeit fürs essen ist sage ich dir was zu tun ist.
Ich mache einen teller mit Kopfsalat der wie ein Festmahl passend für einen König aussieht.Reiche das Essen herum,lass es so aussehen als hättest du was gegessen.Kein Stück...
wenn du isst,dann wirst du die Kontrolle verlieren...
WILLST du das?! Wieder eine fette Kuh werden,wie du einmal warst?! Ich zwinge dich Models aus Modemagazinen anzustarren.
Ich lasse dich erkennen,dass du nie wie sie sein kannst. Du wirst immer fett und nie so schön wie sie sein. Wenn du in den Spiegel blickst, werde ich dir das Bild verzerren.
Ich werde dir Fettleibigkeit und Schleußlichkeit zeigen. Ich werde dir einen SumoRinger zeigen,wo in Wirklichkeit ein hungerndes Kind ist.Aber du musst das glauben,denn wenn du die Wahrheit kennen würdest,könntest
du wieder anfangen zu essen und unsere Beziehung würde zerbrechen...

Manchmal wirst du rebellieren.Du wirst das kleine rebellierende fieberhafte Gefühl,das in deinem Körper zurückgeblieben ist bemerken und du wirst dich runter in die dunkle Hüche wagen.
Die Kühlschranktür wird sich,leise knarrend,langsam öffnen.Deine Augen werden das Essen streifen,dass ich in sichern Abstand von dir aufbewahrt habe.
Du wirst deine Hände lethargisch,wie in einem Alptraum durch die Dunkelheit nach einer Packung Cracker greifen sehen. Du stopfst sie in dich hinein,mechanisch,nicht wirklich schmeckend ,aber einfach genießend,
dass du etwas gegen mich tust. Du greifst nach einer weiteren Packung ,einer weiteren,einer weiteren. Dein Magen bläht sich auf und du fängst an lächerlich auszusehen,aber du willst nicht schon jetzt aufhören.
Und die ganze Zeit schreie ich dich an aufzuhören,du fette Kuh,du hast wirklich keinerlei Selbstkontrolle und wirst immer fetter werden!

Wenn es vorbei ist wirst du dich wieder an mich ranklammern und mich um Rat bitten weil du nicht fett werden willst.
Du hast eine der Hauptregeln gebrochen und willst mich jetzt zurück. Ich zwinge dich ins Badezimmer, auf deine Knie,du starrst ohne Gefühl in die Kloschüssel.Deine Finger werden in deinen Rachen gesteckt und nicht ohne eine große
Menge Schmerz wird dein Essen rauskommen. Wieder und wieder wird dass wiederholt,bis du Blut und Wasser spuckst und du weisst,dass alles raus ist.Wenn du aufstehst wird dir schwindelig sein.Werde nicht ohnmächtig!Stehe aufrecht!Du fette Kuh,du verdienst es Schmerzen zu haben.
Vielleicht entscheide ich mich bald anders,um dich von dem Gefühl der Ertappung zu befreien. Vielleicht bringe ich dich dazu
Abführmittel zu nehmen und du wirst bis in die frühen Morgenstunden auf dem Klo sitzen,mit einem drückendem Gefühl in dir.
Oder vielleicht bringe ich dich dazu dich selbst zu verletzen,deinen Kopf vor die Wand zu scheppern,bis du schreckliche Kopfschmerzen hast.
Ritzen ist genauso effektiv. Ich will,dass du dein Blut siehst , wie es deinen Arm hinab läuft und in diesem Bruchteil einen Schmerz dir gebe.
Du bistb deprimiert, besessen vom Schmerz und dem Verletzen. Du greifst nach Aussen aber niemand wird dich sehen oder dir zuhören.
Wen interessierts? Du verdienst es ,du hast es selbst über dich gebracht!
Ist das rau?Willst nicht dass das mit dir passiert`Bin ich unfair? Ich tue Sachen die dir helfen. Ich mache es möglich für dich aufzuhören an deine Gefühle zu denken,
die die Ursachen für deinen Stress sind. Gedanken der Wut, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Einsamkeit können sich verziehen, denn ich fülle deinen Kopf mit dem Kalorienzählen.
Ich vernbichte den Kampf um mit andern Kindern deines Alters Zeit zu verbringen. Denn jetzt bin ich deine einzige Freundin. Ich habe eine Schwäche. Aber wir dürfen keinem davon erzählen.
Wenn du dich entscheidest gegen mich zu kämpfen, jemanden zu erreichen und ihm zu erzählen, was ich aus deinem Leben mache , wird alles zusammenbrechen!! Niemand darf es je erfahren, niemand kann die Schale brechen, mit der ich dich bedeckt habe. Ich habe dieses dünne,
perfekte , beneidenswerte Kind geschaffen. Du bist mein ,nur mein. Ohne mich bist du nichts! Also kämpfe nicht gegen mich...
Wenn andere Bemerkungen machen, ignoriere sie.
Beschleunige dein Tempo,vergiss sie, vergiss alle, die versuchen mich von dir wegzureißen! Ich bin dein größter Gewinn und ich habe vor sie von dir fern zu halten.

Mit freundlichen Grüßen,

Ana

23.4.07 15:46, kommentieren

10 Gebote


Die 10 Gebote

  1. Du sollst unsichtbar werden. Dafür mußt Du dünner werden. Dünn zu sein ist wichtiger, als gesund zu sein.

  2. Du sollst dünn sein; bist Du nicht dünn, so bist Du nicht gut.

  3. Du sollst hungern, Abführmittel nehmen, Deine Haare kurz schneiden, Dir andere Kleider kaufen, alles, damit Du dünner aussiehst.

  4. Du sollst nicht essen, ohne Dich schuldig zu fühlen.

  5. Du sollst keine nahrhaften Dinge essen, ohne Dich anschließend zu bestrafen.

  6. Du sollst Kalorien zählen und Deine Nahrungsaufnahme entsprechend reduzieren.

  7. Du sollst Deine Waage als das wichtigste in Deinem Leben ehren.

  8. Du sollst nicht zunehmen. Wer zunimmt, fällt auf.

  9. Du sollst nie glauben, Du bist dünn genug.

  10. Du sollst dünn sein und nicht essen. Dieses sind die wahren Zeichen von Willenskraft und Stärke.!

23.4.07 15:47, kommentieren

Glaubensbekenntniss

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Kontrolle, die einzig wahre Kraft, mächtig genug, um Ordnung in mein
vom Chaos bestimmtes Leben zu bringen.


Ich glaube, dass ich die wertloseste, gemeinste und nutzloseste Person bin,
die jemals auf diesem Planeten existiert hat und dass ich es nicht wert bin,
von jemandem Beachtung und Aufmerksamkeit zu bekommen.


Ich glaube, dass andere Menschen, die das Gegenteil behaupten, Idioten sind.
Wenn diese Menschen sehen würden, wie ich wirklich bin,
wäre deren Hass genauso groß wie der meine.


Ich glaube an "SOLLEN" und "MÜSSEN" als undurchdringliche Gesetze
um mein Verhalten Tag um Tag durchzuhalten.


Ich glaube an Perfektion und tue alles, um sie zu erreichen.

Ich glaube, dass ich mein Seelenheil nur dadurch erlange, indem ich
jeden Tag noch härter nach dieser Perfektion strebe.


Ich glaube an Kalorientabellen und präge mir alle Werte genauestens ein.

Ich glaube an meine Waage, als Messinstrument meines täglichen Erfolges und Misserfolges.

Ich glaube an die Hölle, denn ich lebe in ihr.

Ich glaube an eine Welt, die nur aus schwarz und weiß besteht, an den Verlust von Gewicht,
das Vergeben von Sünden, die Ablehnung des Fleisches und an ein Leben voller Hunger.

23.4.07 15:49, kommentieren

Anas Gesetze

Ana Gesetze

§ 1 Nahrungsmittel

• Erlaubt sind nur die Nahrungsmittel aus der "Safe- Foods- Liste".
• Nahrungsmittel müssen in gute und in schlechte sortiert werden; schlechte sind selbstverständlich verboten. Zu den schlechten zählt alles Fett-, Kalorien- und Kohlehydratreiche.
• Gegessen wird immer nur eins. Keine Lebensmittel kombinieren, also keinen grünen Salat mit Paprika und keine Orangen und Äpfel. Dazwischen muss eine Wartezeit von mindestens zwei Stunden eingehalten werden.
• Wurde ein schlechtes Nahrungsmittel verzehrt, muss die doppelte Kalorienzahl binnen drei Stunden durch Sport verbrannt sein. Sollte das nicht gelingen, wird zusätzlich 36 Stunden gefastet.
• Schränke deine Kohlenhydratzufuhr ein. Lieber viel Gemüse und Obst. Am besten Ampelfrüchte (grün-rot-gelb)
• Es wird am Abend vorher geplant, wann am nächsten Tag etwas gegessen wird. Speziell, wenn eine Party, Geburtstagsfeier oder ein Restaurantbesuch ansteht.
• Dieser Zeitplan muss unbedingt eingehalten werden.


§ 2 Kalorien und Fettwerte

• Maximale Kalorienzahl am Tag ist 600.
• Eine Mahlzeit (höchstens 4 am Tag) darf höchstens 150 Kalorien haben.
• Jede Mahlzeit muss registriert werden.
• Fettfrei heißt nicht gleich kalorienarm. Immer die Nährwertangaben durchlesen und darauf -achten, wie viel du davon auch essen wirst.
• Vermeide alles fettige beim kochen
• Fange an Butter zu hassen. Auch ein winziges Stückchen kann extrem viele Kalorien haben.


§ 3 Essverhalten

• Während dem Essen wird viel getrunken, um schneller satt zu werden.
• Wasser darf stets nur in 3er, 5er und 10er schlucken getrunken werden (Ausnahme: nachfolgender Punkt)
• Jeder Bissen muss (es kommt auf die Konsistenz an) mindestens 10 mal gekaut werden. (Dies kann einige Kalorien reduzieren, aber nicht alle) Zwischen den Bissen muss ein Schluck Wasser getrunken werden.
• Das Essen darf nicht genossen werden, sondern muss langsam gegessen und gehasst werden.
• Gegessen wird nicht in Gegenwart anderer bis auf die Eltern. Für Ausnahmesituationen gibt es Sonderregelungen.
• Gegessen wird ausschließlich in der Küche und im Wohnzimmer. Du wirst dich schneller satt fühlen, wenn du dich darauf konzentriertest, was du isst. Und denk daran langsam zu essen!
• Im Schlafzimmer wird niemals gegessen! Dieses Zimmer sollte auf jedenfall eine essensfreie Zone bleiben, bei Heißhunger ziehst du dich einfach in dein Zimmer zurück.
• Iss nicht vor dem PC oder dem Fernseher. Wenn du abgelenkt bist isst du 100 (!) Kalorien mehr!
• Schluck 2 Esslöffel Essig vor dem Essen. Das saugt das Fett aus dem Essen. (Stattdessen kann auch Apfelessig verwendet werden)
• Es wird niemals etwas gegessen das größer ist als deine Faust. Besonders kein Fleisch!
• Jede Portion wird in zwei Hälften geteilt. Gegessen wird nur eine Hälfte und der Rest wird an den Rand des Tellers geschoben.
• Iss von einem kleineren Teller. (Da sieht die Portion größer aus) Dunkle Farben wie - -Schwarz oder Blau machen eher satt!
• Stell dir vor jedem Essen die Frage: "Will ich das jetzt wirklich essen?"


§ 5 Pro-Ana •

Dieser Name/Begriff wird nicht in Gegenwart anderer Nicht-Anas erwähnt, geschrieben, etc. - Auch darf während einer Therapie der Name nicht fallen.
• Im Ana-World Forum ist, wenn möglich, täglich Tagebuch zu führen. 1. um andere zu motivieren und 2. um die Erfolge registrieren zu können.
• Wenn möglich muss täglich etwas im Thinspiration-Topic gearbeitet werden.
• Um nicht ganz allein dazustehen, suche dir jemandem, mit dem du zusammen abnimmst. (->Twin)
• Benutzte Symbole, die kein anderer kennt, die dich aber an deinem Traum/ dein Ziel erinnern. Z. B.: Einen Ring oder ein rotes Armband (Viele Anas tragen das!)
• Gebrauche oft Ausreden, wenn dich andere auf dein Gewicht oder Essverhalten ansprechen
• Lösche den Verlauf im Internet (unter Extras, Internetoptionen)
• Beobachte andere beim essen. Ist das nicht ein tolles Gefühl zu sehen, dass sie essen und du das nicht brauchst?
• Lege einen Stapel aus Magazinen neben dein Bett, der so wie viel wiegt, wie du abnehmen willst. Nach und nach nimmst du die Magazine runter. Bis du an deinem Ziel angekommen und der Stapel leer ist.
• Sammle Fotos von dir, auf denen du dir gefallen hast und welche, auf denen du dich absolut nicht leiden konntest. Schaue sie dir immer wieder an.
• Sei streng mit dir und bestrafe dich für Fehltritte. Tu dir aber nicht weh sondern tu etwas das dich weiterbringt! Statt ritzen, kratzen oder kotzen lieber joggen und Rad fahren.
• Finde heraus was dich triggert! Gestalte ein „Ana-Journal“, voll mit Bildern, Tipps und deiner täglichen Kalorienaufnahme. Du kannst das natürlich genauso gut im Ana-World Forum machen (->Ana- Diary & Thinspiration). Ist auch viel sicherer um „unentdeckt“ zu bleiben.

§ 6 Sozialverhalten
• Andere werden bevorzugt. Es ist Pflicht, anderen zu helfen und für sie da zu sein.
• Isolation bringt nichts. Es entsteht Langeweile, die zu erhöhter Nahrungsaufnahme führt. - -unternimm Dinge mit Freunden um dem vorzubeugen.
• Auf Partys gibt es eine Hauptregel: Kein Alkohol, auch keine anderen Drogen, da diese die Wahrnehmung verändern, was zu Kontrollverlust führt!

§ 7 Gesundheit

• Mindestens 6 Stunden Schlaf pro Nacht. Zu wenig Schlaf steigert den Hunger um 15%!
• Nimm Vitamine. Calcium und Eisen sind besonders wichtig.
• Werde Vegetarierin oder Veganerin. Dann kannst du evtl. dein eigenes Mittagessen kochen, natürlich fettarm.
• Nimm keine Abführmittel oder Entwässerungstabletten. Sie sind absolut sinnlos! Alles was du damit verlierst ist Wasser(-gewicht)! Wenn das Essen rauskommt ist es bereits durch deinen Verdauungstrakt gewandert, und dort wurden die Kalorien aufgenommen.
• Wenn du Raucher bist, hör jetzt nicht damit auf. Denn wie wir alle wissen hilft das rauchen dir weniger zu essen. Und die meisten Leute nehmen zu wenn sie das rauchen aufgeben.
• Haltung bewahren. Bei der aufrechten Haltung (über den ganzen Tag) verbrennst du 10% mehr Kalorien. Dazu gehört auch, mehr zu Fuß zu machen und dementsprechend mal eine - Bushaltestelle früher auszusteigen.


§ 8 Stoffwechsel •

Wechsle deine Kalorienaufnahme ab. Wenn du täglich die selbe Menge isst, verlangsamt sich dein Stoffwechsel!
• Sollte dies doch passiert sein, muss die Kalorienaufnahme etwas erhöht und mehr Sport gemacht werden um den Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen.
• Trink koffeinhaltige Getränke. Sie beschleunigen den Stoffwechsel und zügeln den Appetit.
• Versuch auch scharf-gewürztes Essen zu dir zu nehmen, es hat den selben Effekt.
• Algen Tabletten regen den Stoffwechsel an.


§ 9 Geheimhaltung •

Wenn du am Tag über allein bist, lasse am Abend dreckige Teller stehen. Vor allem, wenn du nichts gegessen hast.
• Halte dich öfters in der Küche auf und mache Geräusche, als ob du essen würdest (Kühlschrank auf/zu, Teller klappern...)
• Es wird nicht über Essen oder Unzufriedenheit mit dem eigenem Körper gesprochen.


§ 10 Getränke
• Es werden täglich mindestens 2,5 Liter getrunken. Am besten Wasser und Tee.
• Wasser wird bevorzugt eiskalt getrunken. Das verbraucht Kalorien.
• Um das Pensum auch zu schaffen wird zu jeder Stunde mindestens ein Glas getrunken.


§ 11 Wiegen • Wiege dich mehrmals am Tag.
• Gewogen wird sich immer um die gleiche Zeit, um das Gewicht miteinander vergleichen zu können. Am besten ist morgens auf nüchternen Magen.

23.4.07 15:50, kommentieren

Anas Psalm


Anas Psalm

  Meine Diät sei streng. Ich darf nicht wollen.
Sie läßt mich hungrig zu Bett gehen.
Sie führt mich an den Konditoreien vorbei.
Sie stellt meine Willensstärke auf die Probe.
Sie führt mich auf dem Weg der Veränderung um meines Körpers willen.
Auch wenn ich durch die Gänge der Gebäckabteilung gehe, werde ich keine süßen Brötchen kaufen, weil sie fett machen.
Kuchen und Torten führen mich in Versuchung.
Vor mir ist ein Tisch gedeckt mit grünen Bohnen und Salat.
Ich fülle meinen Magen mit Flüssigkeiten.
Mein Kalorienlimit für den Tag ist überschritten.
Sicherlich werden mir Kalorien- und Gewichtstabellen an allen Tagen meines Lebens folgen, und ich werde für immer in der Angst vor der Waage bleiben.

23.4.07 15:50, kommentieren



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